Mittlerweile konnten wir nun wieder einige Probleme lösen, die uns Sorgen bereitet haben.
Diese Woche gab es einen Vor-Ort-Termin mit dem Tiefbauamt der Stadt, wo sich für uns auch noch mal ein paar offene Fragen gelöst haben. Wir benötigen ja nicht nur den Hausanschluss, sondern auch die Kanäle für das Schmutzwasser, was aber von unterschiedlichen städtischen Stellen bearbeitet wird. Für den Hausanschluss sind wir auch noch dabei einen Tiefbauer zu finden, der den Auftrag bezahlbar übernimmt. Allerdings hat jeder der von uns angefragten Tiefbauer andere Ideen und Vorschläge. Ganz schön schwierig für uns zu entscheiden, was richtig sein soll und was nicht und prinzipiell zu wissen, worauf es dabei ankommt.
Nicht nur für den Hausanschluß, auch für die Schmutzwasserkanäle muss die Hauptstrasse aufgerissen werden. Allerdings wird das laut dem Gespräch letzte Woche vermutlich nicht ganz so kompliziert ausfallen. Eventuell können die dort fahrenden Busse und Fahrzeuge über den Bürgersteig kurzzeitig umgeleitet werden. Das wäre natürlich eine große Erleichterung!
Auch im Haus hat sich wieder einiges getan. Fensterbänke Innen und Außen, Innen nun auch verputzt und die Fußbodenheizung liegt schon. Außerdem liegt nun schon in unserem Familienbad die Duschwanne und die Badewanne.
Gestern haben wir im Baumarkt unseres Vertrauens die Duschabtrennung für das Familienbad bestellt. Da wir ein Stück Schräge bei der Dusche haben, können wir hier kein Standardmodell nehmen, aber auf eine benutzbare Dusche können wir keinesfalls verzichten!
Was wir uns als Bauherren wünschen würden, wären viel mehr Checklisten, mit denen man Arbeiten könnte. Das haben wir jetzt definitiv festgestellt!
Zum einen wäre so was von Seiten der Stadt ein toller Bürgerservice, da wir erst nach und nach von der ein oder anderen Vorgabe, z.T. auch nur zufällig erfahren haben.
Eine Checkliste, die der Baugenehmigung beigelegt wäre mit allen Vorgaben, Erläuterungen und Kontaktdaten würde sicher stellen, dass man als (unerfahrener) Bauherr jeden Punkt abarbeiten könnte und würde der Stadt sicher stellen, dass der Bürger informiert ist und sich nach den Vorgaben auch wissentlich richten kann.
Was wir z.b. nicht wussten war, dass es vor Baubeginn einen Vor-Ort-Termin mit dem Straßenverkehrsamt hätte geben sollen, um vorab die Straßen-Situation zu dokumentieren und um eventuell eintretende Schäden dann entsprechend durch uns reparieren zu lassen. Das ist absolut legitim und fair – hätten wir davon gewusst!
Leider wurde uns das mit der Aushändigung der Baugenehmigung weder mündlich noch schriftlich mitgeteilt, obwohl es diverse persönlichen und telefonischen Gesprächen mit dem Bauamt gab - mit Viebrockhaus und uns. Das ist für uns nun sehr bedauerlich, da wir jetzt in der Nachweispflicht stehen.
Weiterhin müssen wir einen Antrag zur „Grundstücksüberfahrt“ stellen, damit wir unsere Zufahrt nutzen dürfen. Auch dies hat sich letztendlich aufgrund einer ganz anderen Korrespondenz für uns zufällig herausgestellt. (Diesen Antrag kann man z.B. bei anderen Städten und Gemeinden im Internet als Vordruck finden und muss ihn nur noch ausfüllen, diesen Service haben wir hier nicht)
Allerdings vermuten wir auch, dass es schwer ist, die vielen involvierten Ämter bei einem Bauvorhaben zu koordinieren und für den Bauherren zu verknüpfen.
Gerade was die städtischen Vorgaben betrifft, sind wir nun aber sehr verunsichert.
Vielleicht ist es trotzdem eine sinnvolle Idee, die für nachfolgende Bauherren aufgegriffen werden könnte. Uns hätte es auf jeden Fall geholfen!!!
Ebenso wäre es toll, von Seiten des Bauträgers in den verschiedenen Phasen noch mal Briefings zu bekommen.
Z. B. bevor der Elektriker kommt, eine Checkliste der möglichen Anschlüsse, über die man sich im Vorfeld schon Gedanken machen kann und so auch ausschließt, etwas zu vergessen.
Wir haben nun keinen Elektro-Anschluss für eine mögliche Terrassen-Markise. Nicht dramatisch, aber ärgerlich. Der Markisenanschluß wurde nicht mal angesprochen und wir haben selber leider nicht dran gedacht. Das hätte nicht sein müssen und ist nun erst mal nicht mehr änderbar. Solch eine Checkliste hätte natürlich auch den positiven Nebeneffekt für den Elektriker, dass dieser auch mit dem Kunden schneller fertig wäre, mehr Umsatz macht und ist Zeit- und Kosteneffizient.
Wir haben nun festgestellt, dass wir eine zusätzliche Kernbohrung und noch die Hebeanlage für den Keller benötigen.
Es wurde darüber vor langer Zeit gesprochen, aber ohne Erinnerung kann man sich garnicht alles merken, was wichtig ist und was gemacht werden muß.
Als Bauherr muss man an soviel denken, es schwirrt einem einfach der Kopf und man KANN gar nicht an alles selber denken (da man zusätzlich auch noch berufsbedingt enorm viel Stress hat).
So wären auch hier kleine Reminder vom Bauträger klasse, die einfach kurz und freundlich noch mal daran erinnern, ob man an die Eigenleistung „xy“ gedacht hat.
Nach der Bemusterung hätte es sich z.B. angeboten, dass die zu erbringenden Eigenleistungen durch den Bauherren noch mal von dem Bauträger aufgelistet wird und etwas detaillierter beschrieben wird, damit der Bauherr alles richtig machen kann und entsprechend alles vorbereiten kann.
So müssen wir uns nun auch noch einen Elektriker suchen, der uns die Satelitenschlüssel am Dach anbringt (Kabelanschluss ist bei uns ja leider nicht möglich). Der Elektriker durch unseren Bauträger darf zwar die Kabel dafür im Haus legen, aber nicht am Dach installieren. Lauter Kleinigkeiten, auf die wir nach und nach eher zufällig stossen oder gestossen werden.
Das muss nun relativ schnell erfolgen, da der Elektriker nicht mehr auf das Dach kommt, wenn das Gerüst abgebaut ist. Allerdings kann er die Schüssel auf dem Dach auch noch nicht ausrichten und anschließen, solange wir keinen Strom haben ...
Im Nachhinein fragen wir uns, ob bei der Bemusterung wirklich alles richtig gelaufen ist. So haben wir z.B. einen kleinen Heizkörper ins Gästebad bekommen, über den uns erst der Sanitärinstallateur vor Ort informiert hat. Einer der Punkte, wo wir uns einfach wohler gefühlt hätten, wenn er zumindest kurz angesprochen worden wäre. Und andere Unstimmigkeiten und "Missverständnisse" gab es bereits in den vergangenen Monaten.
Wir hätten uns im Nachhinein mehr grundlegende Informationen gewünscht, da uns viele Details in der Form auch nicht bewusst waren (z.b. auch die Dusche mit der Schräge, die für den großen Hausherren nun zum Problem werden kann und das für den Fachmann aber offensichtlich gewesen sein muss. So haben wir nun den Eindruck bekommen, dass diese Sache einfach stillschweigend unter den Tisch fallen gelassen wurde, in der berechtigten Hoffnung, die Bauherren sehen das anhand der Baupläne nicht).
Unter dem Hausgiebel ist es auch noch unsere Aufgabe, das offen liegende Holz zu streichen. Bisher haben wir hierzu noch keine Information erhalten, was wir dafür verwenden sollen (trotz nachhaken unsererseits). Auch dies ein Punkt, den man wunderbar auf solch eine Checkliste setzen könnte.
Eine Zisterne müssen wir auch noch organisieren. Das wird dann im Zuge der Gartenplanung umgesetzt werden. Einen Termin mit unserer Gartenarchitektin hatten wir ja bereits. Mittlerweile hat sie die Konzepte schon ausgearbeitet und uns schon angekündigt, dass sie froh sei, sich nicht entscheiden zu müssen ... Das hört sich natürlich sehr spannend an und wir fiebern nun dem nächsten Termin mit ihr entgegen!
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